Magnetik

Mittels der Magnetik werden Anomalien des Erdmagnetfeldes, die auf Magnetisierungs-kontraste der Gesteine oder auf magnetisierte Einlagerungen im Untergrund zurück-zuführen sind, erfasst.

Die Magnetisierung von Gesteinen und ferro- oder ferrimagnetischer Objekte setzt sich aus einem induzierten und einem remanenten Anteil zusammen. Hierbei ist der induzierte Anteil vom herrschenden äußeren Erdmagnetfeld (Stärke und Richtung) abhängig. Die remanente Magnetisierung ist dauerhaft und vom augenblicklichen Feld unabhängig. Die Überlagerung beider Effekte ergibt die messbare Magnetisierung eines Gesteins oder Objekts.

Die an der Erdoberfläche durch magnetische Körper hervorgerufenen messbaren Effekte sind außer von der Magnetisierung, Form und Größe der Körper insbesondere auch von deren Tiefenlage abhängig, da die Stärke des magnetischen Feldes mit der 3. Potenz der Entfernung abnimmt.

Diagramm zur Abschätzung der Feldstärke des Magnetfeldes als Funktion des Sensorabstandes zu verschiedenen magnetischen Körpern (nach Breiner, 1973: Applications Manual for Portable Magnetometers, Geometrics, Sunnyvale, CA, USA).Es wurde ein mittlerer Wert der Magnetisierung angenommen.

Flächenhaft gemessene Daten werden in Form von Isolinienplänen dargestellt, aus denen die Verteilung der magnetischen Feldstärke ersichtlich ist. „Normal“ magnetisierte Objekte rufen aufgrund der Inklination des magnetischen Erdfeldes in Mitteleuropa in der Regel eine dipolare Totalfeld-Anomalie mit einem Maximum im Süden und einem schwächeren Minimum im Norden hervor.

Magnetisches Profil der Totalintensität über einem kugelförmigen, normal magnetisierten ferromagnetischen Objekt in Mitteleuropa

Neben dem magnetischen Totalfeld kann der Vertikalgradient des magnetischen Totalfeldes, bei dem sich Störeinflüsse (Magnetfeldschwankungen) eliminieren, anhand von Messungen in zwei Höhen ermittelt werden. Weiterhin können durch den Einsatz entsprechender Messgeräte einzelne Komponenten des Magnetfeldes registriert werden.

Beispiel für eine Isoliniendarstellung des Vertikalgradienten des magnetischen Totalfeldes