Hohlräume, Ausspülungen, Einzelobjekte: Leitungen

Leitungsortung mittels Georadar (Elektromagnetischem Reflexionsverfahren, EMR)

Im Vorfeld einer Kanalneuverlegung mittels Microtunneling sollte der aktuelle Leitungsbestand im Bereich eines ca. 55 m langen Straßenstücks erfasst werden. Hierbei waren insbesondere die tiefliegenden, nicht-metallischen Kanäle zu detektieren.

Da mit herkömmlichen Leitungssuchgeräten (elektromagnetischem Induktionsverfahren) nur metallische Leitungen und Kabel, auf denen ein entsprechend starker elektrischer Strom fließen kann, detektierbar sind, wurden zur Lösung des Problems Leitungs-suchgeräte in Kombination mit Georadar (elektromagnetischem Reflexionsverfahren, EMR) eingesetzt.

Im Bereich der zu untersuchenden Trasse wurden insgesamt 3 Profile bis in eine Tiefe von ca. 4 m untersucht. Exemplarisch ist in Abb.1 ein Radargramm einer 500 MHz-Registrierung dargestellt.

Abb. 1: Radargramm einer Registrierung mit einer 500 MHz-Antenne

Die Auswertung der Radargramme unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Ortung mit Leitungssuchgeräten führte zu Vertikalschnitten für die untersuchten Profile, aus denen sowohl die Lage als auch die Tiefe der detektierten Leitungen zu entnehmen ist (Abb.2). Die Bestimmung der Tiefenlage der Leitungsoberkanten erfolgte mittels eines Geschwindigkeits-Tiefenmodells. Dementsprechend ist die Tiefenlage mit einem Fehler behaftet, der in der Regel zwischen 5% bis 10% der Tiefenlage liegt.

Abb. 2: Vertikalschnitt nach Auswertung der Radargramme unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Ortung mit Leitungssuchgeräten