Kampfmittelortung

Ortung möglicher Kampfmittel auf dem Flughafen Zürich-Kloten

Im Vorfeld der Erweiterung des internationalen Flughafens Zürich-Kloten um das “Dock E“ (vormals „Midfield“, siehe Graphik, Abb. 1) wurde eine Fläche von ca. 85 ha hinsichtlich metallischer Objekte im Untergrund, bei denen es sich möglicherweise um Kampfmittel handeln könnte, untersucht (Abb.2).

Abb. 1: Übersicht über die Erweiterungsmaßnahme
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Abb. 2: Untersuchte Fläche

Diese Maßnahme wurde notwendig, da es sich bei Teilen des Flughafenareals um einen ehemaligen Truppenübungsplatz sowie um Bombenabwurfgebiete der Schweizer Armee handelte.

Die Objektortung wurde mittels eines elektromagnetischen Induktionsverfahrens (hochauflösender Metalldetektor) durchgeführt (siehe Abb.3) und die Messergebnisse in Form von Isolinienplots dargestellt. Als Beispiel ist in Abbildung 4 ein Feld von 50 m x 50 m abgebildet.

Abb. 3: Einsatz des hochauflösenden Metalldetektors
Abb. 4: Isoliniendarstellung der Messergebnisse. Metallische Objekte im Untergrund rufen erhöhte Werte (rot) hervor.

Die detektierten Anomalien wurden hinsichtlich ihrer Ausdehnung und der Objekttiefe interpretiert und als Verdachtspunkteplan dargestellt (Abb.5). Die Aufgrabungen der Verdachtsstellen durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst ergaben eine “Trefferquote” von 99%.

Abb. 5: Verdachtspunkteplan des in Abbildung 2 blau markierten Bereichs