Microtunneling – Trassen

Baugrunderkundung für eine Kanalneuverlegung im Microtunneling-Verfahren

Im Vorfeld einer Kanalneuverlegung mittels des Microtunnneling-Verfahrens waren detail-lierte Baugrunderkundungen sowie eine Ortung von bestehenden Leitungen und eventuell vorhandenen Bauwerksresten durchzuführen. Aufgrund der Komplexität der Trasse – neben einem ca. 65 m langen Straßenabschnitt waren auf der insgesamt 265 m langen Trasse ein Bachlauf und ICE-Gleisanlagen zu queren – musste eine Kombination geo-physikalischer und geologischer Verfahren eingesetzt werden.

Entsprechend wurden Untersuchungen mittels

durchgeführt.

Als Ergebnis der Untersuchungen wurde ein geologischer Längsschnitt erstellt (siehe Abb.1). Die geplante Kanaltrasse verläuft demnach im Wesentlichen in sandigem Fein- bis Mittelkies. Lediglich im Bereich der Bachquerung sind sowohl feinere als auch gröbere Schichten zu durchörtern. Besondere Schwierigkeiten beim Vortrieb könnten durch Hin-dernisse im Abschnitt zwischen 75 m und 95 m auftreten. Hierbei handelt es sich ver-mutlich um Fundamentreste einer ehemaligen Brücke.

Abb. 1: Geologischer Längsschnitt durch die geplante Kanaltrasse

Neben den geologischen Bedingungen wurde der Leitungsbestand mittels Georadar (EMR) erkundet. Die Auswertung der Radargramme wurde in Form von Vertikalschnitten durch die untersuchte Trasse dargestellt. Neben der Lage der Leitungen ist auch deren Tiefe ermittelt worden und in den Schnitten eingetragen (siehe Abb.2).

Abb. 2: Auswertung der Leitungsortung mittels Georadar (EMR); Vertikalschnitt

Die Ergebnisse der Untersuchungen im Vorfeld der Ausschreibung der Baumaßnahme dienten einerseits als Basis für eine weitergehende Planung und detaillierte Aus-schreibung, andererseits bieten sie dem Bauausführenden – auch schon in der Ange-botsphase – eine höhere Sicherheit, da mögliche Baugrundrisiken besser abgeschätzt werden können.