Erschütterungen / Vibrationen

Das Verfahren

Erschütterungsmessungen werden im Bauwesen und in der Sprengtechnik zur Überwachung der Einwirkung der Erschütterungen auf Bauten, Menschen und Anlagen durchgeführt. Sie liefern Aussagen zum Verhalten des Untergrundes sowie Basisdaten für die dynamische Auslegung von Bauwerken. Sie dienen der Beweissicherung oder als Grundlage für Prognosen. Hierbei können die Messungen sowohl für kurzzeitige Aufnahmen (z.B. Messung einer Einzelsprengung) als auch im Rahmen von langfristigen Überwachungsmaßnahmen (Monitoring) eingesetzt werden. Weiterlesen

Bewegungsmessungen mittels GPS

Problemstellung

Zur Risikoabschätzung und Gefahrenabwehr kommt der Überwachung der Bewegung geologischer oder geotechnischer Strukturen (rutschgefährdete Hänge, Gletscher, Vulkane etc.) sowie Bauwerken und Infrastruktur-Einrichtungen (Dämme, Brücken, Gebäude, Pipelines etc.) in den kommenden Jahren eine immer größere Bedeutung zu. Neben der konventionellen, personal- und zeitintensiven Überwachung unter Einsatz einer Totalstation bietet sich der Einsatz eines GPS-gestützten Bewegungs-Überwachungssystems an. Weiterlesen

Überprüfung der Mächtigkeit einer Bodenplatte eines Mehrfamilienhauses

1. Problemstellung und Veranlassung
In einem fertiggestellten Rohbau eines dreigeschossigen Wohnhauses wurden bei einer Überprüfung mittels Kernbohrungen starke Schwankungen der Mächtigkeit der Bodenplatte festgestellt. Obwohl durch den Baustatiker 15 cm vorgegeben waren, wurden stellenweise Mächtigkeiten von lediglich 7 cm nachgewiesen. In den Bereichen der Streifenfundamente betrugen die maximalen Mächtigkeiten ca. 30 cm, statt der geforderten 55 cm. Weiterlesen

Dichtigkeitsüberprüfung an einem Staudamm

Aufgrund von einigen Indizien war ein ca. 70 m langer Staudamm als undicht und instabil anzusehen. Zur Überprüfung des Aufbaus des Dammes und zur Detektion möglicher Wasserwegigkeiten wurden verschiedene geophysikalische Verfahren entlang von ins-gesamt 8 Profilen (siehe Abb.1) eingesetzt.

Abb. 1: Lage der Messprofile Weiterlesen

Lagerstättenerkundung

Kiesprospektion auf dem Vierwaldstätter See, Schweiz

Gegenstand der Untersuchungen war eine detaillierte geophysikalische Erkundung des Untergrundes in der Harissenbucht (Abb. 1) zur Abgrenzung abbaugeeigneter Kies- bzw. Sandschichten gegenüber schluffig-sandigen Schichten. Die geforderte Informationstiefe lag bei 55 Metern. Weiterlesen

Dichtwände

Geophysikalische Untersuchungen zur Überprüfung der Sperrfunktion einer Dichtwand

Zur Überprüfung von Dichtwänden hinsichtlich ihrer Sperrfunktion bietet sich in Ergänzung zu „klassischen“ ingenieurgeologischen Verfahren der kombinierte Einsatz geophysikalischer Messmethoden an. Hierbei werden Verfahren eingesetzt, Weiterlesen

Deponien

Detektion von Sickerwässern in einer Mülldeponie

Im Vorfeld von Standsicherheitsberechnungen für eine ehemalige Mülldeponie sollten mögliche Sickerwässer im Deponiekörper erfasst werden. In Abhängigkeit der Untersuchungsergebnisse sowie der Resultate der Standsicherheitsberechnungen, bei denen das Vorhandensein von Wasser eine ganz entscheidene Rolle spielt, sollten später Entwässerungsbohrungen zur Erhöhung oder Wiederherstellung der Standsicherheit abgeteuft werden. Weiterlesen

Grundwasservorkommen

Detektion von Wasservorkommen und -wegigkeiten im Bereich eines Steilhanges

In einem Steilhang im Kanton Aargau, Schweiz, befinden sich zwei Brunnenstuben der Quellen 2 und 3 (Abb. 1), die ihr Wasser aus sandigen Kiesschichten der Niederterrassenschotter beziehen. Da die Quelle 3, die die beste Ergiebigkeit in der Umgebung zeigt, im Zuge von Straßenbaumaßnahmen bakteriell verunreinigt wurde, ist eine Neufassung unumgänglich.

Abb. 1: Lageplan mit Messpunkten und Messprofilen Weiterlesen

Wasserwegigkeiten in der Umgebung einer ehemaligen Deponie

In zwei Pegeln (P4 und P9) sowie einer Au-Quelle (siehe Abb.1) waren erhöhte CKW-Konzentrationen festgestellt worden. Geophysikalische Untersuchungen hatten zum Ziel, mögliche Wasserwegigkeiten zwischen der südlich von Pegel 9 befindlichen ehemaligen Deponie und Pegel 9 zu detektieren.

Abb. 1: Skizze mit Messpunkten und Messprofilen Weiterlesen

Geotechnische Fragestellungen

Geotechnische Untersuchungen an einer Rutschung in der Nordschweiz

Am Südostrand eines Dorfes in der Nordschweiz (ca. 9 km von der Stadt Baden, Kanton Aargau, entfernt) gefährdet eine Rutschung Stromversorgungseinrichtungen. Im Vorfeld von Standsicherheitsberechnungen und geplanter Sanierungsmaßnahmen sollte die Rutschung detailliert untersucht werden. Weiterlesen

Hohlräume und Ausspülungen

Hohlraumerkundung

Natürliche oder künstliche Hohlräume können als spezielle „Schwächezonen“ angesehen werden, die an der Tagesoberfläche zu Senkungen oder Erdfällen führen und somit Menschen, Tiere und Objekte gefährden können.

Ortung und Überwachung von Hohlräumen sind in der letzten Zeit zu wichtigen Spezialaufgaben der Geophysik geworden. Um diese Untersuchungen erfolgreich durchzuführen, müssen die aus der Erkundungsgeophysik abgeleiteten Messverfahren an die meist relativ kleinen Dimensionen der gesuchten Hohlräume angepasst werden. Bei der Interpretation der Messergebnisse ist eine sehr gute Kenntnis der Genese von Hohl-räumen in der betreffenden geologischen Formation von großer Bedeutung (geologisches / geotechnisches Know-How).
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Kampfmittelortung

Ortung möglicher Kampfmittel auf dem Flughafen Zürich-Kloten

Im Vorfeld der Erweiterung des internationalen Flughafens Zürich-Kloten um das “Dock E“ (vormals „Midfield“, siehe Graphik, Abb. 1) wurde eine Fläche von ca. 85 ha hinsichtlich metallischer Objekte im Untergrund, bei denen es sich möglicherweise um Kampfmittel handeln könnte, untersucht (Abb.2).

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Bomben in einer Leitungstrasse

Ortung möglicher Kampfmittel in einer geplanten Kabeltrasse

Im Vorfeld einer geplanten Kabelneuverlegung parallel zu einer alten Gasleitung (gebaut vor 1945) wurden ein hochauflösender Metalldetektor (elektromagnetisches Induktionsverfahren) und Georadar zur Ortung möglicher Kampfmittel eingesetzt.

Hochauflösender Metalldetektor (elektromagnetisches Induktions-verfahren, Time-Domain EM) Weiterlesen

Baugrunderkundung für die Beurteilung der Korrosionsgefahr an Gas-Transportleitungen

Zur Beurteilung der Korrosionsgefahr von unterirdi-schen metallischen Rohrleitungen sind die Bodenaggressivität hinsichtlich elektrochemischer Vorgänge und die Homogenität des Erdbodens zu be-stimmen. Zur Ermittlung dieser Parameter sind geoelektrische Messungen erforderlich, die einerseits den spezifischen elektrischen Widerstand des Bo-dens – den relevanten Parameter zur Beurteilung der Bodenaggressivität -, andererseits die Verteilung des scheinbaren elektrischen Widerstands entlang der Leitungstrasse zur Ermittlung der Homogenität des Untergrundes liefern. Weiterlesen

Microtunneling – Trassen

Baugrunderkundung für eine Kanalneuverlegung im Microtunneling-Verfahren

Im Vorfeld einer Kanalneuverlegung mittels des Microtunnneling-Verfahrens waren detail-lierte Baugrunderkundungen sowie eine Ortung von bestehenden Leitungen und eventuell vorhandenen Bauwerksresten durchzuführen. Aufgrund der Komplexität der Trasse – neben einem ca. 65 m langen Straßenabschnitt waren auf der insgesamt 265 m langen Trasse ein Bachlauf und ICE-Gleisanlagen zu queren – musste eine Kombination geo-physikalischer und geologischer Verfahren eingesetzt werden. Weiterlesen

Horizontal Directional Drilling (HDD) – Trassen auf dem Wasser

Baugrunderkundung für eine geplante Dükerung im HDD-Verfahren

Im Vorfeld einer Neckardükerung mittels des Horizontal Directional Drilling- (HDD-) Ver-fahrens waren detaillierte Erkundungen des Baugrundes, insbesondere auch im Bereich des Flusses erforderlich.

Die zu untersuchende Trasse wies eine Länge von 245 m auf, die geforderte Informations-tiefe betrug 15 m im gesamten Trassenverlauf. Weiterlesen

Horizontal Directional Drilling (HDD) – Trassen auf dem Land

Baugrunderkundung für eine geplante Neuverlegung einer Abwasserdruckleitung im HDD-Verfahren

Im Vorfeld einer Neuverlegung einer Abwasserdruckleitung DN 250 bis DN 300 im HDD-Verfahren waren detaillierte Baugrunduntersuchungen mittels Georadar, hochauflösender kapazitiver 2D-Geoelektrik, Rammkernsondierungen und Rammsondierungen durchzu-führen. Die zu untersuchende Trasse wies eine Länge von ca. 1.250 m auf, die geforderte Erkundungstiefe betrug 5 m. Weiterlesen

Tunneltrassen

Baugrunderkundung für einen geplanten Tunnel in der Nordschweiz
Geologisch-geophysikalische Untersuchung

Zur Entspannung der problematischen Verkehrssituation sollte parallel zu zwei bereits vorhandenen Tunnelröhren eine dritte Röhre durch einen bis zu 531 m hohen Hügel erstellt werden (Abb. 1). Hierzu waren im Vorfeld detaillierte Baugrunderkundungen erforderlich.

Abb. 1: Ansicht des Westportals Weiterlesen

Archäologische Strukturen

Archäologische Prospektion mittels Georadar

Im Rahmen einer breit angelegten Fallstudie wurden verschiedenartige archäologische Objekte mit Hilfe des Elektromagnetischen-Reflexions-Verfahrens (EMR, Georadar) untersucht. Ziel der Untersuchungen war eine grundsätzliche Überprüfung der Detektierbarkeit verschiedener archäologischer Objekte (Mauern, Fundamente, Erdwerke, Gräben). Ein weiterer Aspekt der Untersuchungen war die flächenhafte Darstellung der Meßergebnisse mit Hilfe der Erstellung von Zeitscheiben bzw. Tiefenschnitten zur Bestimmung der Geometrie der detektierten Objekte. Weiterlesen