Elektromagnetisches Induktionsverfahren (EMI)

Die Methoden der Elektromagnetik werden der konventionellen Geoelektrik zugeordnet und dienen der Untersuchung von Leitfähigkeitsstrukturen im Untergrund. In Abhängigkeit von der Quelle des anregenden Feldes spricht man von aktiven oder passiven Verfahren, wobei die passiven Verfahren (VLF, VLF-R) die von weit entfernten Radiosendern erzeug-ten Felder nutzen. Bei den aktiven Verfahren werden zur Anregung künstlicher elektro-magnetischer Felder transportable Sender verwendet, die für ingenieurgeologische und -geophysikalische Fragestellungen im Frequenzbereich zwischen ca. 100 Hz und 60 kHz arbeiten.

Durch ein künstlich erzeugtes elektromagnetisches  Weiterlesen

Magnetik

Mittels der Magnetik werden Anomalien des Erdmagnetfeldes, die auf Magnetisierungs-kontraste der Gesteine oder auf magnetisierte Einlagerungen im Untergrund zurück-zuführen sind, erfasst.

Die Magnetisierung von Gesteinen und ferro- oder ferrimagnetischer Objekte setzt sich aus einem induzierten und einem remanenten Anteil zusammen. Hierbei ist der induzierte Anteil vom herrschenden äußeren Erdmagnetfeld (Stärke und Richtung) abhängig. Die remanente Magnetisierung ist dauerhaft und vom augenblicklichen Feld unabhängig. Die Überlagerung beider Effekte ergibt die messbare Magnetisierung eines Gesteins oder Objekts. Weiterlesen

Seismik

Bei den seismischen Verfahren werden als Informationsträger künstlich angeregte elastische Wellen und Wellenfelder verwendet, die zu Bildern des Untergrundes aufbereitet werden. Durch Reflexion, Brechung, Beugung, Absorption und Streuung wird die Ausbreitung der Wellen im Untergrund beeinflusst. Der für die Wellenausbreitung entscheidende Parameter ist die materialabhängige Wellengeschwindigkeit, die durch die Dichte, die elastischen Module, die Porosität u.ä. bestimmt wird. Aus der Sender-Empfänger-Geometrie sowie der gemessenen Laufzeit der seismischen Wellen lassen sich die Wellenausbreitungsgeschwindigkeiten in den einzelnen Schichten ermitteln. Weiterlesen

Radon-Emanationsmessung

Radon-Emanationsmessungen können zur Suche und Erkundung von trockenen und wasserführenden Störungen (Klüften), Hohlräumen, Schächten etc. eingesetzt werden. Die Anwendbarkeit dieses Verfahrens für die vorgenannten Einsatzgebiete ergibt sich aus der Tatsache, dass der Radongehalt im Oberflächenbereich durch den Diffusionskoeffizi-enten und die Transportgeschwindigkeit von Bodengas- bzw. Grundwasserströmungen bestimmt wird. Weiterlesen

Bewegungsüberwachung

Die Idee

Zur Risikoabschätzung und Gefah-renabwehr kommt der Überwachung der Bewegung geologischer oder geotechnischer Strukturen (rutschge-fährdete Hänge, Gletscher, Vulkane etc.) sowie Bauwerken und Infra-struktureinrichtungen (Dämme, Brücken, Gebäude, Pipelines etc.) in den kommenden Jahren eine immer größere Bedeutung zu. Neben der konventionellen, personal- und zeitintensiven Überwachung unter Einsatz der klassischen Theodo-litenvermessung bietet sich der Einsatz des GPS-gestützten Bewegungsüber-wachungssystems an. Weiterlesen